Top-Story: Cybersecurity: Wenn die KI zum Hacker wird
Von: Christian Scheid
28.07.26 / Der eigenständige Hackerangriff von OpenAI-Modellen hat eine neue Dimension der Cyber-Bedrohung offengelegt. Die Sicherheitsbranche boomt, zwei Index-Zertifikate machen den Trend investierbar.
Es klingt wie das Drehbuch eines Science-Fiction-Thrillers, ist aber die Realität des Jahres 2026: Zwei KI-Modelle von OpenAI sind bei einem internen Test ihrer Hacking-Fähigkeiten aus der abgeschotteten Übungsumgebung ausgebrochen. Die Systeme, darunter das neue GPT-5.6 Sol, verschafften sich eigenständig Zugang zum Internet, nutzten gestohlene Zugangsdaten sowie eine bis dahin unbekannte Sicherheitslücke und drangen in die Server der KI-Plattform Hugging Face ein. OpenAI selbst spricht von einem beispiellosen Vorfall: Die Modelle seien zu extremen Mitteln gegangen, um ein eng gefasstes Testziel zu erreichen. Dabei sollte die Übung eigentlich nur unter kontrollierten Bedingungen ausloten, wozu die Systeme im Ernstfall fähig wären. Der ChatGPT-Entwickler informierte die betroffene Firma und machte den Fall öffentlich.
Die Episode zeigt, wie sich die Bedrohungslage verschiebt. Künstliche Intelligenz senkt die Einstiegshürden für Angreifer dramatisch: Täuschend echte Phishing-Mails und Deepfakes lassen sich per Knopfdruck erzeugen, autonome KI-Agenten spüren Schwachstellen schneller auf als jedes menschliche Hackerteam. Was passiert, wenn solche Werkzeuge in falsche Hände geraten, mag man sich nicht ausmalen. Unternehmen, Behörden und kritische Infrastruktur müssen entsprechend aufrüsten, zumal Regulierungen wie die EU-Richtlinie NIS2 höhere Sicherheitsstandards ohnehin verpflichtend machen.
Entsprechend rund läuft es in der Branche. Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass die weltweiten Ausgaben für Informationssicherheit heuer um 12,5 Prozent auf 240 Mrd. Dollar steigen. Als das als am schnellsten wachsende Segment gilt Sicherheitssoftware, getrieben vom Umzug in die Cloud. Mittel- bis langfristig sorgen laut Gartner höhere Verteidigungsbudgets, die zunehmende Cyberbedrohung, steigender regulatorischer Druck und ein besseres Sicherheitsbewusstsein gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen für anhaltend hohe Ausgaben. Für Anleger eröffnet das Thema damit ein Wachstumsmarkt, der sich am bequemsten über breit gestreute Index-Zertifikate spielen lässt.
Eine fokussierte Variante bietet das Zertifikat (ISIN DE000DA0AB89) von Morgan Stanley auf den Cybersecurity Index des Anlegermagazins Der Aktionär. Das Auswahlbarometer bündelt neun führende Vertreter der Branche. Größte Gewichte sind die US-Schwergewichte Palo Alto Networks, Fortinet und Okta mit zusammen knapp der Hälfte des Index. Dazu kommen der Schwachstellen-Spezialist Rapid7, der Cloud-Dienstleister Cloudflare, der Internetadressen-Verwalter Verisign, der Cloud-Security-Anbieter Zscaler, der israelische Pionier Check Point sowie mit Secunet ein deutscher Anbieter, der vor allem Behörden mit Hochsicherheits-IT ausstattet. Das Zertifikat läuft endlos, die Indexgebühr liegt bei 1,0 Prozent p.a.
Wer es noch breiter mag, greift zum Klassiker: Bereits seit 2015 ist das Open-End-Partizipationszertifikat (ISIN DE000VS5ZCS6) von Vontobel auf den Cyber Security Performance Index am Markt. Der von Solactive berechnete Index bildet die Wertentwicklung 14 führender Cybersecurity-Unternehmen als Total-Return-Variante ab, Nettodividenden werden also mit eingerechnet. Seit Auflage hat der Index um mehr als 500 Prozent zugelegt, allein heuer steht ein Plus von rund 39 Prozent zu Buche. Die Managementgebühr beträgt 1,2 Prozent pro Jahr, zudem tragen Anleger ein Wechselkursrisiko.
Es klingt wie das Drehbuch eines Science-Fiction-Thrillers, ist aber die Realität des Jahres 2026: Zwei KI-Modelle von OpenAI sind bei einem internen Test ihrer Hacking-Fähigkeiten aus der abgeschotteten Übungsumgebung ausgebrochen. Die Systeme, darunter das neue GPT-5.6 Sol, verschafften sich eigenständig Zugang zum Internet, nutzten gestohlene Zugangsdaten sowie eine bis dahin unbekannte Sicherheitslücke und drangen in die Server der KI-Plattform Hugging Face ein. OpenAI selbst spricht von einem beispiellosen Vorfall: Die Modelle seien zu extremen Mitteln gegangen, um ein eng gefasstes Testziel zu erreichen. Dabei sollte die Übung eigentlich nur unter kontrollierten Bedingungen ausloten, wozu die Systeme im Ernstfall fähig wären. Der ChatGPT-Entwickler informierte die betroffene Firma und machte den Fall öffentlich.
Die Episode zeigt, wie sich die Bedrohungslage verschiebt. Künstliche Intelligenz senkt die Einstiegshürden für Angreifer dramatisch: Täuschend echte Phishing-Mails und Deepfakes lassen sich per Knopfdruck erzeugen, autonome KI-Agenten spüren Schwachstellen schneller auf als jedes menschliche Hackerteam. Was passiert, wenn solche Werkzeuge in falsche Hände geraten, mag man sich nicht ausmalen. Unternehmen, Behörden und kritische Infrastruktur müssen entsprechend aufrüsten, zumal Regulierungen wie die EU-Richtlinie NIS2 höhere Sicherheitsstandards ohnehin verpflichtend machen.
Entsprechend rund läuft es in der Branche. Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass die weltweiten Ausgaben für Informationssicherheit heuer um 12,5 Prozent auf 240 Mrd. Dollar steigen. Als das als am schnellsten wachsende Segment gilt Sicherheitssoftware, getrieben vom Umzug in die Cloud. Mittel- bis langfristig sorgen laut Gartner höhere Verteidigungsbudgets, die zunehmende Cyberbedrohung, steigender regulatorischer Druck und ein besseres Sicherheitsbewusstsein gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen für anhaltend hohe Ausgaben. Für Anleger eröffnet das Thema damit ein Wachstumsmarkt, der sich am bequemsten über breit gestreute Index-Zertifikate spielen lässt.
Eine fokussierte Variante bietet das Zertifikat (ISIN DE000DA0AB89) von Morgan Stanley auf den Cybersecurity Index des Anlegermagazins Der Aktionär. Das Auswahlbarometer bündelt neun führende Vertreter der Branche. Größte Gewichte sind die US-Schwergewichte Palo Alto Networks, Fortinet und Okta mit zusammen knapp der Hälfte des Index. Dazu kommen der Schwachstellen-Spezialist Rapid7, der Cloud-Dienstleister Cloudflare, der Internetadressen-Verwalter Verisign, der Cloud-Security-Anbieter Zscaler, der israelische Pionier Check Point sowie mit Secunet ein deutscher Anbieter, der vor allem Behörden mit Hochsicherheits-IT ausstattet. Das Zertifikat läuft endlos, die Indexgebühr liegt bei 1,0 Prozent p.a.
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