Top-Story: Quantencomputer: Milliarden für den Quantensprung
Von: Christian Scheid
14.07.26 / Die US-Regierung lenkt viel Geld in die Quantencomputer-Branche und beteiligt sich teils direkt an Firmen. Für Anleger eröffnen Index-Zertifikate den breiten Zugang zu dem spekulativen Zukunftsmarkt.
Washington setzt bei Quantencomputern ein industriepolitisches Ausrufezeichen. Ende Mai unterzeichnete das US-Handelsministerium Absichtserklärungen mit neun Unternehmen der Branche über Förderungen von insgesamt gut zwei Mrd. Dollar aus Mitteln des CHIPS and Science Act. Löwenanteil-Empfänger ist IBM: Der Konzern soll rund eine Mrd. Dollar erhalten und legt noch einmal eine Mrd. Dollar aus eigener Tasche drauf, um die erste reine Quanten-Foundry der USA zu bauen. Der Auftragsfertiger GlobalFoundries bekommt 375 Mio. Dollar für eine sichere heimische Chipfertigung, die mehrere Quantenarchitekturen abdecken soll. Jeweils bis zu 100 Mio. Dollar fließen an die Spezialisten PsiQuantum, Quantinuum, Rigetti, D-Wave, Infleqtion und Atom Computing. Das Besondere: Der Staat erhält im Gegenzug Minderheitsbeteiligungen an den geförderten Firmen. Ziel ist die technologische Souveränität gegenüber China. Die Kurse vieler Quantenaktien schossen nach der Ankündigung nach oben.
Die Euphorie kommt nicht von ungefähr. Während klassische Computer mit Bits rechnen, die nur die Zustände null oder eins kennen, arbeiten Quantencomputer mit Qubits, die dank Superposition und Verschränkung viele Zustände gleichzeitig abbilden können. Dadurch lassen sich bestimmte Aufgaben parallel statt nacheinander lösen, etwa die Simulation von Molekülen für neue Medikamente und Werkstoffe, die Optimierung von Routen und Produktionsabläufen oder das Training von KI-Modellen. Bis zur Alltagstauglichkeit sind aber noch zentrale Hürden zu nehmen: Die empfindlichen Systeme müssen auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt gekühlt werden, Herstellung und Betrieb sind aufwendig und teuer. Der kommerzielle Durchbruch bleibt offen, entsprechend spekulativ sind die Aktien.
Das Potenzial ist gleichwohl enorm. Die Unternehmensberatung McKinsey taxiert den Umsatz der drei Kernsäulen der Quantentechnologie – Computing, Kommunikation und Sensorik – bis 2035 auf zusammen bis zu 97 Mrd. Dollar. Allein Quantencomputing könnte demnach von vier Mrd. Dollar 2024 auf bis zu 72 Mrd. Dollar wachsen und zählt damit zu den am schnellsten expandierenden Tech-Märkten überhaupt.
Da kaum vorherzusagen ist, welche Technologie und welche Firma sich am Ende durchsetzt, bietet sich ein breit gestreuter Korb an. Genau hier setzt das Quantum Computing Index-Zertifikat (ISIN DE000FD5KHX4) von Société Générale an. Basiswert ist der Solactive Developed Quantum Computing Index CNTR, der derzeit 26 Unternehmen bündelt, die Produkte oder Dienstleistungen für die Quantencomputing-Industrie bereitstellen. Die Auswahl der Index-Mitglieder erfolgt vollständig regelbasiert über das Big-Data-Tool ARTIS von Solactive, überprüft und neu gewichtet wird halbjährlich im Mai und November. Gut die Hälfte des Index entfällt auf Halbleiterwerte, zu den Schwergewichten zählen der Testspezialist FormFactor, der Auftragsfertiger SkyWater Technology, Alphabet, Honeywell und Nvidia. Nettodividenden werden reinvestiert, die Berechnungsgebühr beträgt 0,5 Prozent p.a. Da die Indexmitglieder überwiegend in Dollar notieren, besteht ein Währungsrisiko
Eine interessante Alternative kommt von Morgan Stanley. Gemeinsam mit dem Anlegermagazin Der Aktionär wurde der Quantum Computing Index ins Leben gerufen. Dieser bündelt die Anteilscheine von nach Ansicht der Redaktion derzeit 16 führenden Unternehmen der Quantencomputing-Branche. Größte Gewichte sind aktuell die Chipkonzerne AMD und Intel, die zusammen auf gut ein Viertel des Index kommen. Selbstverständlich darf auch First Mover Alphabet mit seinem Quantenchip Willow nicht fehlen, ebenso heiße Eisen wie IonQ, D-Wave und Quantum Computing. Von den etablierten Firmen, die ebenfalls bei dem Hype-Thema mitmischen, sind unter anderen Nvidia, IBM, TSMC und Amazon enthalten. Seit Auflage Ende 2024 hat der Index gut 60 Prozent zugelegt. Das dazu passende Zertifikat (ISIN DE000DA0AC88) kommt von Morgan Stanley.
Washington setzt bei Quantencomputern ein industriepolitisches Ausrufezeichen. Ende Mai unterzeichnete das US-Handelsministerium Absichtserklärungen mit neun Unternehmen der Branche über Förderungen von insgesamt gut zwei Mrd. Dollar aus Mitteln des CHIPS and Science Act. Löwenanteil-Empfänger ist IBM: Der Konzern soll rund eine Mrd. Dollar erhalten und legt noch einmal eine Mrd. Dollar aus eigener Tasche drauf, um die erste reine Quanten-Foundry der USA zu bauen. Der Auftragsfertiger GlobalFoundries bekommt 375 Mio. Dollar für eine sichere heimische Chipfertigung, die mehrere Quantenarchitekturen abdecken soll. Jeweils bis zu 100 Mio. Dollar fließen an die Spezialisten PsiQuantum, Quantinuum, Rigetti, D-Wave, Infleqtion und Atom Computing. Das Besondere: Der Staat erhält im Gegenzug Minderheitsbeteiligungen an den geförderten Firmen. Ziel ist die technologische Souveränität gegenüber China. Die Kurse vieler Quantenaktien schossen nach der Ankündigung nach oben.
Die Euphorie kommt nicht von ungefähr. Während klassische Computer mit Bits rechnen, die nur die Zustände null oder eins kennen, arbeiten Quantencomputer mit Qubits, die dank Superposition und Verschränkung viele Zustände gleichzeitig abbilden können. Dadurch lassen sich bestimmte Aufgaben parallel statt nacheinander lösen, etwa die Simulation von Molekülen für neue Medikamente und Werkstoffe, die Optimierung von Routen und Produktionsabläufen oder das Training von KI-Modellen. Bis zur Alltagstauglichkeit sind aber noch zentrale Hürden zu nehmen: Die empfindlichen Systeme müssen auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt gekühlt werden, Herstellung und Betrieb sind aufwendig und teuer. Der kommerzielle Durchbruch bleibt offen, entsprechend spekulativ sind die Aktien.
Das Potenzial ist gleichwohl enorm. Die Unternehmensberatung McKinsey taxiert den Umsatz der drei Kernsäulen der Quantentechnologie – Computing, Kommunikation und Sensorik – bis 2035 auf zusammen bis zu 97 Mrd. Dollar. Allein Quantencomputing könnte demnach von vier Mrd. Dollar 2024 auf bis zu 72 Mrd. Dollar wachsen und zählt damit zu den am schnellsten expandierenden Tech-Märkten überhaupt.
Da kaum vorherzusagen ist, welche Technologie und welche Firma sich am Ende durchsetzt, bietet sich ein breit gestreuter Korb an. Genau hier setzt das Quantum Computing Index-Zertifikat (ISIN DE000FD5KHX4) von Société Générale an. Basiswert ist der Solactive Developed Quantum Computing Index CNTR, der derzeit 26 Unternehmen bündelt, die Produkte oder Dienstleistungen für die Quantencomputing-Industrie bereitstellen. Die Auswahl der Index-Mitglieder erfolgt vollständig regelbasiert über das Big-Data-Tool ARTIS von Solactive, überprüft und neu gewichtet wird halbjährlich im Mai und November. Gut die Hälfte des Index entfällt auf Halbleiterwerte, zu den Schwergewichten zählen der Testspezialist FormFactor, der Auftragsfertiger SkyWater Technology, Alphabet, Honeywell und Nvidia. Nettodividenden werden reinvestiert, die Berechnungsgebühr beträgt 0,5 Prozent p.a. Da die Indexmitglieder überwiegend in Dollar notieren, besteht ein Währungsrisiko
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