Top-Story: Inflation: Die Teuerung ist noch nicht im Griff
Von: Christian Scheid
16.06.26 / Angesichts der wieder steigenden Teuerung bleibt Inflationsschutz für Sparer und Investoren ratsam. Dazu gibt es verschiedene Zertifikate-Lösungen mit unterschiedlichen Ansätzen – ein aktueller Überblick.
Die Inflation in der Eurozone steigt weiter. Laut einer ersten Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat legten die Verbraucherpreise im Mai im Jahresvergleich um 3,2 Prozent zu. Im April hatte die Teuerung noch bei 3,0 Prozent gelegen. Die höchsten Inflationsraten in der Eurozone verzeichneten Bulgarien (6,3 Prozent), Litauen (5,1 Prozent) und Griechenland (5,0 Prozent). Österreich lag mit einer Inflationsrate von 3,7 Prozent über dem Eurozone-Durchschnitt. Haupttreiber war der Dienstleistungssektor, wo die Preise im Jahresvergleich um 4,4 Prozent stiegen.
Die Energiepreise stiegen infolge des Iran-Kriegs im Jahresvergleich sogar um 10,9 Prozent. Gleichzeitig jedoch signalisiert der Anstieg der Kerninflation von 2,2 auf 2,5 Prozent, dass der Preisdruck mittlerweile nicht mehr nur auf volatile Bereiche beschränkt ist. „Der überproportionale Anstieg der Preise für Erdölprodukte, erste Anzeichen für Störungen in den Lieferketten für Industriegüter sowie weitere indirekte Auswirkungen auf die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen“ veranlassten die Experten von Goldman Sachs dazu, ihre Inflationsprognose nach oben anzupassen.
Kein Wunder, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche zu einer Zinserhöhung gezwungen sah. Sie betrachtet eine Teuerung von 2,0 Prozent mittelfristig als ideal für die Konjunktur im Währungsraum. Schnelle Effekte sind laut Experten allerdings nicht zu erwarten. „Es wird einige Zeit dauern, bis die Inflation dadurch gedämpft wird“, erklärt Michael Field, Chefstratege für europäische Märkte bei Morningstar – und fügte hinzu: „Dies ist definitiv nicht das günstigste makroökonomische Umfeld, auf das wir zu Jahresbeginn gehofft hatten.“
Auch Anleger sollten also das Thema Inflation weiter auf dem Schirm haben. Ein Klassiker ist die Inflation Bonus & Sicherheit-Serie von Raiffeisen Zertifikate. Kürzlich wurde bereits die 36. Ausgabe (ISIN AT0000A3S0D5) aufgelegt, dieses Mal mit einem Fixkupon von 2,0 Prozent p.a. Obendrauf kommt die Inflationsrate der Eurozone.
Ebenfalls einen Schutz vor der Teuerung bietet die Inflations-Anleihe 29 von Raiffeisen (ISIN AT0000A3US06), die noch bis 23. Juni gezeichnet werden kann. Das Wertpapier beinhaltet in den ersten beiden Laufzeitjahren einen Zinssatz in Höhe der Inflationsrate. Als Richtwert zur Berechnung der Inflation und somit auch für die Verzinsung dient der harmonisierte Verbraucherpreisindex ohne Tabakwaren für die Eurozone (HVPI ex Tabak). Der Index misst die durchschnittliche Preisveränderung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden, und gilt daher als Gradmesser der europäischen Inflations-entwicklung. Der Vergleich eines monatlichen Indexstandes mit dem Vorjahr ergibt die Inflationsrate. Für die Inflations-Anleihe 29 von Raiffeisen und deren Kuponhöhe ist dabei jeweils der Stand im März entscheidend. Unabhängig von der Entwicklung der Inflationsrate erhalten An-leger überdies in den Laufzeitjahren drei und vier einen Mindestkupon von 2,20 Prozent p.a. Eine kleine Rendite ist Investoren also auch selbst dann sicher, wenn die Inflation wider Erwarten verschwindet. Zudem ist die vierjährige Anleihe mit einem vollen Kapitalschutz ausgestattet. Dabei ist zu bedenken, dass der Anspruch auf die Rückzahlung des Nennbetrags nur zu Fälligkeit besteht. Zudem ist die Kapitalrückzahlung abhängig von der Bonität der Raiffeisen Bank International (Emittentenrisiko).
Eine weitere Option ist es, in ausgewählte Aktien zu investieren, die in Zeiten hoher Inflation profitabel sind und Produkte anbieten, die auch in Inflationszeiten nachgefragt werden. Hierzu zählen etwa Papiere von Produzenten knapper Rohstoffe und fossiler Energieträger sowie Anbieter von absolut notwendigen täglichen Produkten und Dienstleistungen sowie defensiven Konsumgütern und defensive Software- und IT-Unternehmen. 100 solcher Titel umfasst der SGI Inflation Proxy Index, auf den Société Générale den passenden Tracker (ISIN DE000SN2F892) begeben hat.
Ein weiteres Beispiel ist der Inflation Influenced Index. Ziel bei dieser Strategie ist es, durch die Auswahl von Aktien und Rohstoff-ETFs nach Inflationssignalen einen Schutz in einem inflationären Umfeld zu bieten. Dabei kann sich die Zusammensetzung zwischen Aktien und Rohstoff-ETFs verändern, was dem Index einen dynamischen Charakter verleiht. Die Zusammensetzung des Index wird halbjährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Nettodividenden werden angerechnet. Die jährliche Gebühr beträgt 1,25 Prozent. Das entsprechende Zertifikat liefert Vontobel (ISIN DE000VX3DCQ5).
Die Inflation in der Eurozone steigt weiter. Laut einer ersten Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat legten die Verbraucherpreise im Mai im Jahresvergleich um 3,2 Prozent zu. Im April hatte die Teuerung noch bei 3,0 Prozent gelegen. Die höchsten Inflationsraten in der Eurozone verzeichneten Bulgarien (6,3 Prozent), Litauen (5,1 Prozent) und Griechenland (5,0 Prozent). Österreich lag mit einer Inflationsrate von 3,7 Prozent über dem Eurozone-Durchschnitt. Haupttreiber war der Dienstleistungssektor, wo die Preise im Jahresvergleich um 4,4 Prozent stiegen.
Die Energiepreise stiegen infolge des Iran-Kriegs im Jahresvergleich sogar um 10,9 Prozent. Gleichzeitig jedoch signalisiert der Anstieg der Kerninflation von 2,2 auf 2,5 Prozent, dass der Preisdruck mittlerweile nicht mehr nur auf volatile Bereiche beschränkt ist. „Der überproportionale Anstieg der Preise für Erdölprodukte, erste Anzeichen für Störungen in den Lieferketten für Industriegüter sowie weitere indirekte Auswirkungen auf die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen“ veranlassten die Experten von Goldman Sachs dazu, ihre Inflationsprognose nach oben anzupassen.
Kein Wunder, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche zu einer Zinserhöhung gezwungen sah. Sie betrachtet eine Teuerung von 2,0 Prozent mittelfristig als ideal für die Konjunktur im Währungsraum. Schnelle Effekte sind laut Experten allerdings nicht zu erwarten. „Es wird einige Zeit dauern, bis die Inflation dadurch gedämpft wird“, erklärt Michael Field, Chefstratege für europäische Märkte bei Morningstar – und fügte hinzu: „Dies ist definitiv nicht das günstigste makroökonomische Umfeld, auf das wir zu Jahresbeginn gehofft hatten.“
Auch Anleger sollten also das Thema Inflation weiter auf dem Schirm haben. Ein Klassiker ist die Inflation Bonus & Sicherheit-Serie von Raiffeisen Zertifikate. Kürzlich wurde bereits die 36. Ausgabe (ISIN AT0000A3S0D5) aufgelegt, dieses Mal mit einem Fixkupon von 2,0 Prozent p.a. Obendrauf kommt die Inflationsrate der Eurozone.
Ebenfalls einen Schutz vor der Teuerung bietet die Inflations-Anleihe 29 von Raiffeisen (ISIN AT0000A3US06), die noch bis 23. Juni gezeichnet werden kann. Das Wertpapier beinhaltet in den ersten beiden Laufzeitjahren einen Zinssatz in Höhe der Inflationsrate. Als Richtwert zur Berechnung der Inflation und somit auch für die Verzinsung dient der harmonisierte Verbraucherpreisindex ohne Tabakwaren für die Eurozone (HVPI ex Tabak). Der Index misst die durchschnittliche Preisveränderung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden, und gilt daher als Gradmesser der europäischen Inflations-entwicklung. Der Vergleich eines monatlichen Indexstandes mit dem Vorjahr ergibt die Inflationsrate. Für die Inflations-Anleihe 29 von Raiffeisen und deren Kuponhöhe ist dabei jeweils der Stand im März entscheidend. Unabhängig von der Entwicklung der Inflationsrate erhalten An-leger überdies in den Laufzeitjahren drei und vier einen Mindestkupon von 2,20 Prozent p.a. Eine kleine Rendite ist Investoren also auch selbst dann sicher, wenn die Inflation wider Erwarten verschwindet. Zudem ist die vierjährige Anleihe mit einem vollen Kapitalschutz ausgestattet. Dabei ist zu bedenken, dass der Anspruch auf die Rückzahlung des Nennbetrags nur zu Fälligkeit besteht. Zudem ist die Kapitalrückzahlung abhängig von der Bonität der Raiffeisen Bank International (Emittentenrisiko).
Eine weitere Option ist es, in ausgewählte Aktien zu investieren, die in Zeiten hoher Inflation profitabel sind und Produkte anbieten, die auch in Inflationszeiten nachgefragt werden. Hierzu zählen etwa Papiere von Produzenten knapper Rohstoffe und fossiler Energieträger sowie Anbieter von absolut notwendigen täglichen Produkten und Dienstleistungen sowie defensiven Konsumgütern und defensive Software- und IT-Unternehmen. 100 solcher Titel umfasst der SGI Inflation Proxy Index, auf den Société Générale den passenden Tracker (ISIN DE000SN2F892) begeben hat.
Ein weiteres Beispiel ist der Inflation Influenced Index. Ziel bei dieser Strategie ist es, durch die Auswahl von Aktien und Rohstoff-ETFs nach Inflationssignalen einen Schutz in einem inflationären Umfeld zu bieten. Dabei kann sich die Zusammensetzung zwischen Aktien und Rohstoff-ETFs verändern, was dem Index einen dynamischen Charakter verleiht. Die Zusammensetzung des Index wird halbjährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Nettodividenden werden angerechnet. Die jährliche Gebühr beträgt 1,25 Prozent. Das entsprechende Zertifikat liefert Vontobel (ISIN DE000VX3DCQ5).
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