Kupfer: Begehrtes rotes Metall
Von: Christian Scheid
13.01.26 / Die Nachfrage nach Kupfer dürfte in den kommenden Jahren stark steigen. Das macht die Aktien des Sektors interessant. 13 davon bündelt das Zertifikat auf den „Copper Miners Basket“ von Vontobel.
Die globale Stimmung an den Finanzmärkten bleibt von Erwartungen an Notenbankmaßnahmen, geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten der konjunkturellen Entwicklung geprägt. Für Investoren kann sich in diesem Zusammenhang ein genauerer Blick auf die Rohstoffmärkte lohnen.
Besonders Edel- und Industriemetalle stehen im Rampenlicht. Hier ging es vor allem mit dem Goldpreis stark nach oben. Mit rund 65 Prozent Plus legte das Edelmetall 2025 die beste Jahresperformance seit Ende der 1970er-Jahre hin. Auch Silber, Platin und Palladium verzeichneten deutliche Kursgewinne und spiegelten eine hohe Sensitivität gegenüber makroökonomischen Impulsen wider.
Bei Industriemetallen zeigten die Kurspfeile ebenfalls kräftig nach oben, unter anderem angetrieben durch die Schwäche des Dollars. Kupfer stand dabei im Vordergrund. Der Preis reagierte zudem auf eine Reihe von Angebotsstörungen. In Indonesien führte ein Schlamm-Einbruch in der Grasberg-Mine, der weltweit zweitgrößten Mine, zu Produktionsausfällen. Hinzu kamen Störungen in wichtigen Förderregionen der Demokratischen Republik Kongo und in Chile. Das Angebot liegt am unteren Ende der Erwartungen, weshalb Marktbeobachter für 2026 ein strukturelles Defizit nicht ausschließen. Gleichzeitig sind die Lagerbestände an der London Metal Exchange auf sehr niedrigem Niveau, was die Anfälligkeit des Marktes erhöht.
So verwundert es nicht, dass Kupfer zur Lieferung in drei Monaten vor wenigen Tagen an der Londoner Metallbörse mit 11.540 US-Dollar je Tonne gehandelt wurde – ein Rekordhoch. „Auslöser hierfür waren Daten, die darauf hinweisen, dass zuletzt hohe Mengen an Kupfer aus Lagerhäusern der Börse in Asien abgezogen wurden“, erklärt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Hier spielen Sorgen vieler Marktakteure vor einer Ausweitung der US-Importzölle eine Rolle. Für Importe in die USA gilt ein 50-prozentiger Zollsatz auf den Kupferanteil von halbfertigen Produkten. Rohmaterialien wie Kupfererze sind noch davon ausgenommen. US-Präsident Donald Trump hat jedoch angekündigt, dies im Laufe des kommenden Jahres zu überprüfen, weshalb momentan die Lagerhäuser in den USA wieder aufgefüllt werden.
„Auf der Angebotsseite setzt sich gleichzeitig die Serie von Produktionsunterbrechungen bei Minen fort“, so Stephan. Kürzlich kürzte eine bedeutende Mine in der Demokratischen Republik Kongo ihre Produktionsprognosen merklich. Einige Marktbeobachter zweifeln zudem daran, dass die zurzeit unfallbedingt stillgelegte weltweit zweitgrößte Mine in Indonesien im Laufe des kommenden Jahres ihre Produktion wieder wie geplant aufnehmen kann. Dennoch könnten die Kupferpreise auf kurze Sicht ihr Potenzial nahezu ausgereizt haben. Das für 2026 erwartete Angebotsdefizit ist mittlerweile eingepreist, die zuletzt spürbar nachlassende Nachfrage chinesischer Verbraucher könnte den Preisanstieg zumindest dämpfen. Doch auch bei stagnierenden Notierungen dürften die Kupferkonzerne prächtig verdienen.
Vor diesem Hintergrund könnte das Zertifikat (ISIN DE000VM9CF81) auf den von Vontobel zusammengestellten Copper Miners Basket interessant sein. Mit 13 enthaltenen Aktien von Bergbaufirmen, zu deren Produktpalette Kupfer zählt, ist das Papier eine gute Alternative zur Allokation in Kupfer selbst. Darin sind 13 Bergbauunternehmen enthalten, zu deren Produktpalette Kupfer zählt. Natürlich darf dabei Rio Tinto nicht fehlen. Der Name des global agierenden Konzerns geht auf eine Kupfermine am Fluss Rio Tinto in Andalusien zurück. Dort wurde das Metall bereits im späten 19. Jahrhundert abgebaut. Auch Freeport-McMoRan ist ein wichtiger Produzent. Das US-Unternehmen ist unter anderem an der Grasberg Mine beteiligt. Dieses Bergwerk auf der Insel Papua-Neuguinea birgt das weltweit zweitgrößte Vorkommen an dem Industriemetall. Neben europäischen und nordamerikanischen Branchenriesen enthält der Copper Miners Basket auch asiatische Kupferproduzenten. Dazu zählt die in Hongkong kotierte Zijin Mining. Diese Gesellschaft produziert das rote Metall in China, Serbien sowie dem Kongo.
Besonders Edel- und Industriemetalle stehen im Rampenlicht. Hier ging es vor allem mit dem Goldpreis stark nach oben. Mit rund 65 Prozent Plus legte das Edelmetall 2025 die beste Jahresperformance seit Ende der 1970er-Jahre hin. Auch Silber, Platin und Palladium verzeichneten deutliche Kursgewinne und spiegelten eine hohe Sensitivität gegenüber makroökonomischen Impulsen wider.
Bei Industriemetallen zeigten die Kurspfeile ebenfalls kräftig nach oben, unter anderem angetrieben durch die Schwäche des Dollars. Kupfer stand dabei im Vordergrund. Der Preis reagierte zudem auf eine Reihe von Angebotsstörungen. In Indonesien führte ein Schlamm-Einbruch in der Grasberg-Mine, der weltweit zweitgrößten Mine, zu Produktionsausfällen. Hinzu kamen Störungen in wichtigen Förderregionen der Demokratischen Republik Kongo und in Chile. Das Angebot liegt am unteren Ende der Erwartungen, weshalb Marktbeobachter für 2026 ein strukturelles Defizit nicht ausschließen. Gleichzeitig sind die Lagerbestände an der London Metal Exchange auf sehr niedrigem Niveau, was die Anfälligkeit des Marktes erhöht.
So verwundert es nicht, dass Kupfer zur Lieferung in drei Monaten vor wenigen Tagen an der Londoner Metallbörse mit 11.540 US-Dollar je Tonne gehandelt wurde – ein Rekordhoch. „Auslöser hierfür waren Daten, die darauf hinweisen, dass zuletzt hohe Mengen an Kupfer aus Lagerhäusern der Börse in Asien abgezogen wurden“, erklärt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Hier spielen Sorgen vieler Marktakteure vor einer Ausweitung der US-Importzölle eine Rolle. Für Importe in die USA gilt ein 50-prozentiger Zollsatz auf den Kupferanteil von halbfertigen Produkten. Rohmaterialien wie Kupfererze sind noch davon ausgenommen. US-Präsident Donald Trump hat jedoch angekündigt, dies im Laufe des kommenden Jahres zu überprüfen, weshalb momentan die Lagerhäuser in den USA wieder aufgefüllt werden.
„Auf der Angebotsseite setzt sich gleichzeitig die Serie von Produktionsunterbrechungen bei Minen fort“, so Stephan. Kürzlich kürzte eine bedeutende Mine in der Demokratischen Republik Kongo ihre Produktionsprognosen merklich. Einige Marktbeobachter zweifeln zudem daran, dass die zurzeit unfallbedingt stillgelegte weltweit zweitgrößte Mine in Indonesien im Laufe des kommenden Jahres ihre Produktion wieder wie geplant aufnehmen kann. Dennoch könnten die Kupferpreise auf kurze Sicht ihr Potenzial nahezu ausgereizt haben. Das für 2026 erwartete Angebotsdefizit ist mittlerweile eingepreist, die zuletzt spürbar nachlassende Nachfrage chinesischer Verbraucher könnte den Preisanstieg zumindest dämpfen. Doch auch bei stagnierenden Notierungen dürften die Kupferkonzerne prächtig verdienen.
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